DAC7-Meldung TikTok Shop: Was 2026 ans Finanzamt geht
TikTok Shop meldet deine Verkaufsdaten über DAC7 ans Finanzamt. Ab welchen Schwellen gemeldet wird, welche Daten übermittelt werden und was du dafür tun solltest.
TikTok Shop ist eine meldepflichtige Plattform – und meldet deine Verkaufsdaten automatisch ans Finanzamt. Das klingt erst mal beunruhigend, ist aber halb so wild, wenn deine eigenen Aufzeichnungen sauber sind. Hier kommt, was DAC7 genau ist, ab wann gemeldet wird, welche Daten übermittelt werden – und was du dafür tun solltest.
Was DAC7 ist
DAC7 ist eine EU-weite Meldepflicht für digitale Plattformen, in Deutschland umgesetzt im Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG). Plattformen wie TikTok Shop, Etsy, eBay oder Amazon müssen Daten ihrer Verkäufer:innen sammeln und einmal jährlich – bis zum 31. Januar des Folgejahres – an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) melden, das sie an die zuständigen Finanzämter weitergibt. Ziel ist Transparenz: Das Finanzamt sieht, wer über Plattformen wie viel umsetzt.
Den allgemeinen Hintergrund erklärt DAC7: Was Plattformen ans Finanzamt melden. Dieser Artikel schaut speziell auf TikTok Shop.
Ab wann wird gemeldet?
Gemeldet wird, sobald du im Kalenderjahr eine der beiden Schwellen erreichst:
30
Verkäufe pro Jahr
2.000 €
Umsatz pro Jahr
Das gilt für Produktverkäufe und für Provisions-Einnahmen über das Affiliate-Programm. Liegst du darunter, wird in der Regel nicht gemeldet – pflegen solltest du deine Zahlen trotzdem.
Welche Daten übermittelt werden
Typischerweise meldet die Plattform:
- Name, Anschrift und Geburtsdatum bzw. Firmendaten
- Steueridentifikationsnummer (und ggf. USt-IdNr.)
- Bankverbindung (IBAN) für Auszahlungen
- die vereinnahmten Beträge – meist quartalsweise aufgeschlüsselt – und einbehaltene Gebühren
- Zahl der Transaktionen
Gut zu wissen
Deshalb fragt dich TikTok Shop im Seller Center nach Steuer-ID und Co. Das ist kein Verdacht, sondern die gesetzliche Pflicht der Plattform – und ohne korrekte Daten bleiben oft auch deine Auszahlungen hängen.
Was du tun solltest
Die gute Nachricht: Wenn du deine Einnahmen ohnehin vollständig erfasst, ändert die Meldung für dich nichts – sie macht nur transparent, was du sowieso angibst. Konkret:
- Korrekte Daten hinterlegen: Steuer-ID, Adresse, Bankverbindung im Seller Center aktuell halten.
- Umsätze vollständig führen: Bruttoumsatz, Gebühren und Auszahlungen monatlich erfassen.
- Settlement abgleichen: einmal im Monat das Auszahlungs-Dokument mit der Bank vergleichen.
Achtung
Was du nicht selbst angibst, fällt durch den Datenabgleich sofort auf. Nicht gemeldete Plattform-Einnahmen sind kein Kavaliersdelikt – im Zweifel mit dem Steuerberater klären, bevor das Finanzamt nachfragt.
Fazit
DAC7 ist kein Grund zur Sorge, sondern ein Grund für Ordnung. Hinterlege korrekte Steuerdaten, führe deine Umsätze sauber und gleiche das Settlement monatlich ab – dann passt deine Aufzeichnung zur Meldung und das Thema ist erledigt. Den vollständigen steuerlichen Überblick gibt TikTok Shop & Steuern.
Häufige Fragen
Ab wann meldet TikTok Shop meine Daten über DAC7?
Sobald du im Kalenderjahr eine der beiden Schwellen erreichst: 30 Verkäufe oder 2.000 € Umsatz. Das gilt für Produktverkäufe und für Affiliate-Provisionen. Darunter wird in der Regel nicht gemeldet.
Welche Daten werden gemeldet?
Typischerweise Name und Anschrift bzw. Firmendaten, Steueridentifikationsnummer (und ggf. USt-IdNr.), die Bankverbindung, die meist quartalsweise aufgeschlüsselten Einnahmen und einbehaltenen Gebühren sowie die Zahl der Transaktionen.
Muss ich wegen DAC7 selbst etwas tun?
Hinterlege korrekte Steuerdaten im Seller Center und führe deine Umsätze vollständig. Wenn deine Einnahmen ohnehin sauber erfasst sind, ändert die Meldung nichts – sie macht nur transparent, was du sowieso angibst.
Über den Autor
Tim GeithnerGründer von BetriebsBuddy · redaktionell verantwortlich
Tim Geithner ist Gründer von BetriebsBuddy und nach § 18 Abs. 2 MStV redaktionell für die Inhalte verantwortlich. Er übersetzt Steuer- und Bürokratie-Themen in einfache, umsetzbare Routinen für Kleinunternehmer, Creator und Side-Hustler. Die Artikel sind redaktionell recherchiert und mit Quellen belegt – sie ersetzen keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.
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