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TikTok Shop Gebühren erklärt: Provision, Versand, Live-Affiliate

Welche Gebühren fallen auf TikTok Shop an? Provision, Versand, Zahlungs- und Affiliate-Kosten mit Rechenbeispiel – und wie du sie korrekt als Betriebsausgabe verbuchst.

BBTim GeithnerVeröffentlicht am · Aktualisiert am

Auf dem Kontoauszug landet weniger, als die Kund:innen gezahlt haben – das ist normal. TikTok Shop zieht vor der Auszahlung Provision und Gebühren ab, Versand und Retouren kommen dazu. Wer seine echte Marge kennen will, muss diese Abzüge verstehen und sauber als Betriebsausgabe erfassen. Hier kommt die Übersicht mit Rechenbeispiel.

Welche Gebühren es gibt

Auf TikTok Shop treffen dich typischerweise mehrere Kostenarten:

  • Verkaufsprovision: ein Prozentsatz pro verkauftem Artikel. Die Höhe hängt von der Produktkategorie ab und wird im Seller Center ausgewiesen. TikTok hat zum Start mit reduzierten Einführungssätzen gearbeitet – prüfe daher immer den aktuellen Satz für deine Kategorie.
  • Transaktions-/Zahlungsgebühren: für die Abwicklung der Zahlung.
  • Versandkosten: je nachdem, ob du sie weiterberechnest oder selbst trägst.
  • Affiliate-/Creator-Provision: Wenn andere Creator dein Produkt über das Affiliate-Programm bewerben, zahlst du ihnen eine Provision – ebenfalls in Prozent vom Verkauf.

Gut zu wissen

Gebührensätze ändern sich. Verlass dich nicht auf Zahlen aus einem Forum oder Video, sondern auf die Gebührenübersicht in deinem Seller Center – sie gilt für deine Kategorie und deinen Zeitraum.

Rechenbeispiel: Was bleibt von 25 €?

Nehmen wir einen Artikel für 25,00 € brutto. Die Prozentsätze sind ein Beispiel – setz deine echten Werte ein:

PostenBetrag
Verkaufspreis25,00 €
− Plattform-Provision (angenommen 8 %)− 2,00 €
− Zahlungs-/Transaktionsgebühr (angenommen 2 %)− 0,50 €
− Versand (nicht weiterberechnet)− 3,50 €
− Wareneinsatz + Verpackung− 7,00 €
= Rohmarge12,00 €

Kommt das Produkt über einen Affiliate-Creator (z. B. 10 % Provision = 2,50 €), bleibt entsprechend weniger. Und: Eine Retourenquote von 10 % „kostet" rechnerisch noch einmal rund 1,20 € pro Verkauf.

~ 10,80 €

bleiben im Beispiel pro Verkauf – vor Werbung und Steuerrücklage

So buchst du die Gebühren richtig

Gebühren sind Betriebsausgaben und mindern deinen Gewinn – aber nicht deinen Umsatz. Für die Buchhaltung brauchst du beide Größen getrennt:

  1. Bruttoumsatz = was die Kund:innen gezahlt haben (auch relevant für die 25.000-€-Grenze).
  2. Gebühren = separat als Ausgabe erfassen, Beleg aus dem Seller Center sichern.
  3. Auszahlung (Settlement) = mit dem Bankeingang abgleichen.

Achtung

Nur den Bankeingang als „Umsatz" zu verbuchen ist der häufigste Fehler. Dann fehlen dir die Gebühren als Betriebsausgabe und dein Umsatz erscheint zu niedrig – schlecht für die EÜR und die §19-Grenze.

Wie du Provision, Affiliate-Auszahlungen und Live-Geschenke steuerlich einordnest, steht in TikTok Shop & Steuern. Den ganzen Start von Gewerbe bis Seller Center erklärt TikTok Shop Gewerbe anmelden.

Fazit

Gebühren sind kein Grund zur Panik – aber du musst sie kennen, um nicht im Blindflug zu verkaufen. Rechne Provision, Versand und Retouren von Anfang an in deinen Preis ein, erfasse die Gebühren als Betriebsausgabe und gleiche das Settlement monatlich mit der Bank ab. Dann weißt du jederzeit, was wirklich übrig bleibt.

Quellen

  1. TikTok Shop Seller Center: Gebühren- und Provisionsübersicht (kategorie- und zeitraumabhängig)

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Provision bei TikTok Shop?

Die Verkaufsprovision ist ein Prozentsatz pro Artikel und hängt von der Produktkategorie ab. TikTok hat zum Start mit reduzierten Einführungssätzen gearbeitet – maßgeblich ist immer der aktuelle Satz für deine Kategorie in deinem Seller Center, nicht eine Zahl aus einem Forum.

Mindern TikTok-Gebühren meinen Umsatz?

Nein. Gebühren sind Betriebsausgaben und mindern den Gewinn, nicht den Umsatz. Für die Buchhaltung erfasst du den Bruttoumsatz (was Kund:innen gezahlt haben) und die Gebühren getrennt – nur den Bankeingang zu verbuchen ist ein häufiger Fehler.

Was bleibt von einem Verkauf übrig?

Vom Verkaufspreis gehen Provision, Zahlungsgebühr, Versand, Wareneinsatz und anteilig Retouren ab. Bei einem 25-€-Artikel können das im Beispiel rund 10–12 € Rohmarge sein – vor Werbung und Steuerrücklage. Rechne mit deinen echten Werten.

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Über den Autor

Tim Geithner

Gründer von BetriebsBuddy · redaktionell verantwortlich

Tim Geithner ist Gründer von BetriebsBuddy und nach § 18 Abs. 2 MStV redaktionell für die Inhalte verantwortlich. Er übersetzt Steuer- und Bürokratie-Themen in einfache, umsetzbare Routinen für Kleinunternehmer, Creator und Side-Hustler. Die Artikel sind redaktionell recherchiert und mit Quellen belegt – sie ersetzen keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.

Dieser Artikel bietet redaktionelle Orientierung in einfacher Sprache – keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für deinen Einzelfall fragst du Steuerberater:in oder Finanzamt.

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